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Das Troize-Sergijew-Kloster

Das Dreifaltigkeitskloster des heiligen Sergius (Troize-Sergijew-Kloster) ist das größte Kloster der Russisch-Orthodoxen Kirche mit einer jahrhundertealten Geschichte. Es befindet sich in Sergijew Possad, einer kleinen Stadt 70 km von Moskau entfernt. Das Kloster besteht aus über fünfzig Gebäuden. Dies ist ein Objekt des UNESCO-Welterbes.

Interessante Fakten

  • Im heutigen Russland gibt es nur zwei Klöster ersten Ranges (Lawra) - das Troize-Sergijew-Kloster und das Alexander-Newski-Kloster in St. Petersburg. Das Troize-Sergijew-Kloster erhielt den Ehrentitel Lawra auf Geheiß von Kaiserin Elisabeth im Jahr 1744.
  • Kaiserin Elisabeth pilgerte zu Fuß von Moskau zum Kloster. Sie macht dies allerdings nicht auf gewöhnliche Weise: am Tag legte etwas mehr als 2-3 Kilometer zurück, danach kehrte sie mit der Kutsche in den Palast zurück. Am nächsten Tag brachte die Kutsche sie zu dem Platz, an dem sie die Strecke vom Vortag beendet hatte, und die Kaiserin ging wiederum einige Kilometer. Auf diese Weise dauerte der Weg zum Kloster einige Monate.
  • Die größte Glocke Russlands befindet sich in dem 88 Meter hohen Glockenturm des Klosters und wiegt 72 Tonnen.
  • Die beste Aussicht auf das Kloster eröffnet sich vom Blinnaja Berg, der sich im Zentrum von Sergijew Possad befindet. Der Hügel wurde so genannt, weil hier früher leckere Pfannkuchen in den Geschäften und Gastwirtschaften verkauft wurden.

Geschichte

Die Siedlung des Heiligen Sergius von Radonesch befand sich auf dem Makowez-Hügel (70 km von Moskau in Richtung Nordost). Im Jahr 1337 wurde hier das Troize-Sergius-Kloster erbaut. Das Kloster wurde zum spirituellen Zentrum der Rus. Großfürsten kamen hierher zur Segnung vor den Schlachten.

Im Jahr 1422 wurde anstelle der Holzkirche der Grundstein für das erste Steingebäude - die Dreifaltigkeitskathedrale - gelegt. Andrej Rubljow und Daniil Tschorny, herausragende Ikonenmaler, waren an der Ausmalung der Kirche beteiligt: die berühmte "Dreifaltigkeit" von Rubljow wurde für die Ikonostase der Kathedrale gemalt.

In der Zeit der Wirren hielt das Kloster einer sechzehnmonatigen Belagerung der polnisch-litauischen Invasoren stand. Das Kloster wurde schwer beschädigt, konnte sich aber gegen den Feind verteidigen.

Im 18. und 19. Jahrhundert wurde das Troize-Sergius-Kloster zu einem der reichsten Klöster in Russland. Es betrieb aktiv Handel, hier wurde sogar eine Geistliche Akademie eröffnet.

In der sowjetischen Zeit wurde das Kloster geschlossen. Die Mehrzahl der Glocken wurde eingeschmolzen. Allerdings wurde Mitte des 20. Jahrhunderts beschlossen, dem Kloster den Status eines Museumsreservats zu geben. Dank dessen gelang es, alle Architekturdenkmäler zu erhalten.

Im Jahr 1993 wurde das Architekturensemble des Klosters in die Liste der Objekte des UNESCO-Welterbes in Russland aufgenommen.

Heute umfasst die Klosterbruderschaft ungefähr 200 Mönche.

Was gibt es zu sehen?

  • Uspenskij-Kathedrale. Das größte und auffälligste Gebäude im Kloster befindet sich in dessen Zentrum. Die Kathedrale wurde in den Jahren 1559-1585 erbaut.
  • Dreifaltigkeitskathedrale. Dies ist die Hauptkirche und das älteste Gebäude des Klosters. Die Kathedrale wurde zwischen 1422 und 1423 anstelle einer Holzkirche erbaut, die sich früher hier befand. Ursprünglich malten die bekannten russischen Künstler Andrej Rubljow und Daniil Tschorny die Kathedrale aus, aber ihre Fresken blieben nicht erhalten (sie wurden nach den Originalen wiederhergestellt). Hier befinden sich die Gebeine des Klostergründers, des Heiligen Sergius von Radonesch.
  • Nikon-Kirche (an der südlichen Mauer der Dreifaltigkeitskathedrale). Die Kirche wurden in den Jahren 1623-24 erbaut. Im Inneren befindet sich der Schrein mit den Reliquien des Nikon von Radonesch (eines Schülers des Sergius).
  • Heilig-Geist-Kirche (Kirche der Ausgießung des Heiligen Geistes). Die kleine Kirche zwischen der Uspenski- und der Dreifaltigkeitskathedrale ist das zweitälteste erhaltene Gebäude des Klosters. Sie wurde in den Jahren 1476-1477 von Handwerkern aus Pskow erbaut. Einige Heilige sind in der Kirche bestattet. Der bekannteste von ihnen ist Maxim der Grieche, ein großer Philosoph und Theologe des sechzehnten Jahrhunderts.
  • Die kleinste Kirche in der Anlage, die Michei-Kirche, wurde im 18. Jahrhundert an jenem Platz erbaut, an dem Sergius von Radonesch die Jungfrau Maria erschienen ist.
  • Kirche der Ehrwürdigen Sossim und Sawwati. Sie wurde in den Jahren 1635-1637 erbaut, als das Kloster nach den Zerstörungen in der Zeit der Wirren wiederaufgebaut wurde.
  • Kirche der Geburt Johannes des Täufers. Sie wurde mit Geld von Grigori Stroganow erbaut (einem russischen Industriellen, Gutsbesitzer, Finanzier und Politiker). Wie auch die anderen Kirchen Stroganows, ist die äußere Gestaltung von außerordentlicher Schönheit.
  • Refektoriumskirche. Die Kirche ist zusammen mit dem Refektorium eine der größten im Kloster und zeichnet sich durch eine ungewöhnliche Farbe mit ihren Treppenaufgängen und reichem Dekor, einschließlich Säulen und Konchen, aus.
  • Smolensker Kirche (Kirche der Gottesmutterikone von Smolensk). Eine sehr kleine Kirche aus den Jahren 1746-1753. Sie wurde für die Aufbewahrung der aus Stein geschnitzten Gottesmutterikone von Smolensk errichtet. Gegenwärtig befindet sich die Ikone im Museum, die Ikone ist an der Außenmauer der Kirche eingraviert.
  • Glockenturm. Er wurde von 1741 bis 1770 erbaut. Die Höhe des Glockenturms beträgt 88 m, was die Glockentürme des Moskauer Kremls übertrifft.
  • Zarengemächer. Das zweistöckige Gebäude der Zarengemächer mit eleganter Gestaltung in weißem Stein nimmt den gesamten Nordteil des Klosters ein. Die Gemächer wurden anstelle des hölzernen Palastes von Iwan dem Schrecklichen erbaut. Gegenwärtig ist hier das kirchliche archäologische Kabinett mit einer Sammlung von Büchern, Ikonen und Kirchengerät untergebracht.
  • Mauern und Türme des Klosters. Das Kloster ist vollständig von einer Mauer umgeben, in der das Heilige Tor und 10 Türme integriert sind, die zwischen dem 16. und dem 18. Jahrhundert erbaut wurden. Die Höhe der Mauer erreicht 6 Meter, sie erstreckt sich über eine Länge von 1,5 Kilometern. Die mittlere Stärke der Mauer beträgt 3,5 Meter.

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