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Eherner Reiter

Eine der Visitenkarten der nördlichen Hauptstadt, das Denkmal für Peter I., das nach der treffenden Bemerkung Alexander Puschkins die Bezeichnung "Eherner Reiter" erhielt, schaut auf hunderttausende Einwohner und Gäste der Stadt. Es wurde auf Willen Katharinas II. errichtet und ziert bereits seit über 200 Jahren den Senatsplatz.

Interessante Fakten

  • Während der Arbeit an dem Monument war der Bildhauer Falconet mit einem Problem konfrontiert: es musste ein passendes Postament gefunden werden. Der Legende nach wies ihn ein Geisteskranker auf den benötigten Stein unweit von Lachta hin. Dies war ein "Donnerstein", das Bruchstück eines Felsens, das durch einen Blitzeinschlag entstanden war.
  • Eine der Überlieferungen besagt, dass in der Figur des Ehernen Reiters nicht nur der Kaiser selbst, sondern auch sein Lieblingspferd Lisetta festgehalten ist. Das Ross diente seinem Besitzer etwa 10 Jahre lang.
  • Mit der Hand weist Peter Richtung Schweden, auf den außenpolitischen Hauptgegner Russlands in jenen Zeiten. Im Zentrum von Stockholm steht ein Denkmal Karls XII., des schwedischen Königs und Gegenspielers von Peter, der seinerseits Richtung St. Petersburg zeigt.
  • Während des Großen Vaterländischen Kriegs ging unter den Leningradern die Legende um, dass, solange die Denkmale für Peter und die großen Feldherrn ungeschützt an ihren Plätzen stünden, die Deutschen nicht in die Stadt einmarschieren. Und tatsächlich konnten die deutschen Truppen während der 900tägigen Blockade Leningrad nicht einnehmen. Allerdings wurde der Eherne Reiter doch zu Schutz vor den feindlichen Geschossen eingepackt.

Geschichte

Entwürfe für das Denkmal Peters I. gab es viele. Sie wurden von Beamten und Ausländern, z.B. von Denis Diderot, vorgelegt. Jedoch gewann der Entwurf des Bildhauers Étienne-Maurice Falconet, der Katharina II. von Diderot und Voltaire "angedient" wurde.

Falconet fertigte zwischen 1768 und 1770 ein Modell der Skulptur auf dem Gelände des ehemaligen provisorischen Winterpalasts von Elisabeth Petrowna an. Zunächst machte der Bildhauer eine Skizze des Reiters: dieser war ein Gardeoffizier, der auf einem von zwei Pferden aus dem kaiserlichen Marstall auf das Podest springt. Das Modell des Kopfes von Peter I. änderte Falconet mehrmals, und nicht einer der Entwürfe gefiel Katharina II. Den Kopf des Ehernen Reiters modellierte Marie-Anne Collot: das Gesicht des Reiters gelang willensstark, mutig und von einem tiefgehenden Gedanken beseelt. Für diese Arbeit wurde das Mädchen in die Russische Kunstakademie aufgenommen und Katharina II. gewährte ihr eine lebenslange Pension von 10.000 Livre.

Im Verlauf des Gusses der Skulptur traten ebenfalls Schwierigkeiten auf. Ausländische Meister forderten entweder eine Riesensumme oder verzichteten auf den Auftrag, wobei sie auf die Unmöglichkeit seiner Ausführung hinwiesen. Es fand sich ein Gießer, der Kanonengießer Jemeljan Chajlow. Einmal musste er sogar sein Leben riskieren, da der Boden aus Rohren, durch den die Bronze gegossen wurde, platzte und er die Werkstatt und die Skulptur vor Schäden rettete.

Die Anfertigung des Denkmals abzuschließen war Falconet nicht vergönnt: 1778 verschlechterten sich seine Beziehungen zu Katharina II. erheblich. Er musste zusammen mit Marie-Anne Collot nach Paris abreisen. Das Denkmal wurde erst 4 Jahre später unter der Leitung von Fjodor Gordejew aufgestellt. Am 7. August 1782 fand die feierliche Enthüllung des Monuments statt.

Besichtigung des Senatsplatzes mit dem Ehernen Reiter

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