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Nikolaus-Marine-Kathedrale (Kronstadt)

Die größte Marine-Kirche und die letzte Kathedrale des Russischen Reichs. An der Errichtung des Denkmals eigener Art für umgekommene Seeleute war der heilige Johannes von Kronstadt beteiligt. Und auch heute ist es mehr als eine Kirche.

Interessante Fakten

  • Vorbild für die Marine-Kathedrale war die Hagia Sophia in Konstantinopel. Sie ist in vielen Abmessungen kleiner, dank der Besonderheiten der Kuppel aber höher.
  • Der Architekt Wasili Kosjakow plante, die Kirche in Form eines Buches zu bauen, das sowohl die Geschichte des Christentums als auch der Flotte erzählt.
  • Die Kathedrale wurde 1913 eröffnet. Zu jener Zeit hatte sie die modernste technische Ausstattung. Im Keller befanden sich eine Absauganlage, die Heißluftheizung, das Belüftungssystem und Abstellräume.
  • Eine der Glocken der Kathedrale wiegt 4840 Kilogramm. Während der Repressionen gegen die Kirche gelang es den sowjetischen Behörden nicht, sie herunter zu stürzen. Sie blieb im Glockenturm bis zu ihrer Restaurierung. Während des Krieges warnte die Glocke die Einwohner der Umgebung vor Gefahren.
  • Die Marine-Kathedrale in Kronstadt ist ein Denkmal für die auf See gebliebenen russischen Seeleute. In ihr hängen 130 Gedenktafeln mit den Namen von 12.000 Seeleuten, die zwischen 1796 und 1913 umgekommen sind.

Geschichte

Die Idee für den Bau einer großen Kathedrale in Kronstadt entstand bereits in den 1830er Jahren. Jedoch wurde sie erst 1897 praktisch umgesetzt: damals wurde die Genehmigung von allerhöchster Stelle erteilt.

Als Ort für die Errichtung der Kirche wurde der Jakornaja-(Anker-) Platz gewählt. Die Hauptanforderung bei der Erstellung des Entwurfs wurde an die Höhe gestellt: die Kirche sollte als Orientierungspunkt vom Meer aus dienen. Im April 1901 wurde der Entwurf des Architekten W.A. Kosjakow angenommen.

Der Bau der Kathedrale begann im September 1902, die feierliche Grundsteinlegung war am 8. Mai 1903 in Anwesenheit des Kaisers Nikolai II. Geweiht wurde die Kirche 1913.

Unter der Sowjetmacht war die Kirche verwahrlost. Im Jahr 2002 gab der Patriarch von Moskau und der ganzen Rus Alexius II. seinen Segen für den Wiederaufbau der Kathedrale. Drei Jahre später fand zum ersten Mal seit 75 Jahren ein Gottesdienst statt.

Was gibt es zu sehen?

  • Betrachten Sie die hellen Mauern und goldenen Kuppeln, die der Kirche Leichtigkeit, Luftigkeit und Feierlichkeit verleihen. Der Innenraum erstaunt durch Höhe und Weite, der Fußboden ist in verschiedenenfarbigem Marmor ausgeführt.
  • Die in einer Höhe von 52 Metern befindliche Kuppeldecke mit 27 Metern Durchmesser ist mit einer Ausmalung verziert und sieht sehr groß aus. Die Buntglasfenster in den Fensteröffnungen sind eine Besonderheit der Kirche: eine derartige Gestaltung kann man in der Mehrzahl der russischen Kathedralen nicht finden.
  • Die obere Halle ist durch seine schwarzen Marmortafeln, auf denen die Namen von Seeleuten stehen, die zwischen 1796 und 1917 im Dienst umgekommen sind, besonders interessant. Allerdings sind die Gedenktafen Kopien der Originale, die während der Sowjetzeit verloren gingen.
  • Die Ausschmückung der Kirche ist eine Kombination aus maritimen Elementen und orthodoxer Symbolik. Das Zarentor wird von der Andreasflagge geschmückt, eine der Türen von Ankern sowie den Buchstaben Alpha und Omega, die den Beginn und das Ende des irdischen Lebens symbolisieren.

Nützliche Informationen

Die Nikolaus-Marine-Kirche befindet sich auf dem Jakornaja ploschtschad, 1. Öffnungszeiten: von 9:30 bis 18:00 Uhr Gottesdienste finden zweimal täglich statt: um 10:00 und um 18:00 Uhr

Besuch der Nikolaus-Marine-Kathedrale (Kronstadt)

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